Hallo ihr Lieben!

Es gibt ein Wiedersehen mit Roger!!! Uhh.. ich freu mich!
Diese Woche hatte ich euch ein paar Writing Prompts gegen euer KreaTIEF zur Verfügung gestellt und habe diesen Text gestern Abend nach einem stressigem Tag geschrieben. Es war sehr erholsam.

Für diejenigen die Roger Part 1 noch nicht gelesen haben, würde ich empfehlen Nr. 1 vorher zu lesen!

Der Writing Prompt lautete: Vor ein paar Jahren hast du dem Teufel deine Seele verkauft. Heute will er dir deine Seele wiedergeben und sagt zu dir: „Du musst mir einen Gefallen tun!“


Roger. Part 2

Mein Name ist Woods. Vor vielen Jahren verkaufte ich meine Seele. Nicht metaphorisch, sondern so richtig. Weshalb ich dies tat steht jetzt nicht zur Debatte.

Vor ein paar Wochen hing ich ein wenig auf einer Brücke ab. Ließ meine Beine in der Luft baumeln und überlegte, was ich nach meinem Studium machen sollte. Ich habe einen großartigen Abschluss im medizinischem Bereich gemacht. Mein Professor war es ein Anliegen mir mitzuteilen, dass ich nie ein großartiger Arzt werden wurde, wenn ich weiterhin so kalt zu den Menschen sein würde. Nicht das es mich stören würde das ich kalt sei, dies hatte schließlich mit den mir fehlenden 21 Gramm zu tun. Mir war es sogar recht lieb. Aber ich wollte ein großartiger Arzt sein. Nun überlegte ich an meinem Lieblingsplatz, mitten in einem Waldstück. Seit ich ein kleiner Junge bin trieb es mich immer wieder auf diese stillgelegte Eisenbahnbrücke. Hier hatte ich meine Ruhe. So wie an diesem Abend.

Doch das änderte sich schlagartig.

Ich hörte nicht das jemand hinter mir stand, bis ich ein lautes „Buh!“ hörte. Ich erschrak mich so stark das ich von der Brücke fiel und in den eiskalten Fluss. Ich brauchte einen Moment um mich zurecht zu finden. Ich trieb im Fluss und schaute zur Brücke hinauf. „Dein ernst?“ rief ich den dunkel gekleideten, mir wohl bekannten, Schatten zu. „Ich hätte sterben können!“. Er lachte lauthals „Keine Sorge Woods, du bist noch nicht dran!“ Gut zu wissen, dachte ich und schwamm zum Ufer. Er reichte mir ein Handtuch. „Wie kommst du so schnell hier ru… ach, vergiss es. Was willst du, Gevatter?“ brummte ich vor mich her, während ich mich abtrocknete.
Er grinste mich schelmisch an. Seine gelben Augen leuchteten als er mir ein Einmachglas in die Hand drückte „Du musst mir einen Gefallen tun!“ – „Ist… ist das… mei..meine…?“ – „Hör auf zu stottern, Woody Woodpecker! Natürlich! Deine heißgeliebten 21 Gramm.“ – „Aber wieso?“ – „Du musst mir einen gefallen tun! Hab ich doch gerade gesagt.“

Ich lachte laut. Was sollte ich denn bitte dem Gevatter für ein Gefallen tun? Ich schaute ihn von oben bis unten an „Eine Styleberatung kannst du von mir nicht verlangen.“ – „Ja ja, du bist sehr witzig. So witzig, ich könnte mich auf den Boden rollen wie eine Robbe und lauthals lachen.“ sagte er trocken. Er stand nicht so auf Humor. Ich glaub er verstand ihn einfach nicht. Ich legte nach „Bei deiner tiefen Stimme würde sich die lachende Robbe eher wie der Weihnachtsmann anhören, Kumpel! Wann hast du dich eigentlich das letzte mal rasiert?“ Er richtete seine rechte Hand auf mich und ich brach vor Schmerzen zusammen. Mein Kopf fühlte sich an, als wenn dieser gleich explodieren würde. „Das ist modern!“ rief er und ließ ab von mir. Merke: Gevatter Tod mag keine Witze.

„Okay okay, Gevatter. Was ist los? Was kann ich denn für dich tun? Und warum denkst du, das ich meine Seele wieder haben will? Wozu? Damit hat man nur Schmerz und Leid…“ – „Dr. Woods McAllen… deswegen.“ – „Mhhjaaa…das klingt plausibel. Damit könnte ich doch noch der beste Arzt werden. Also hau raus. Was soll ich tun?“ Er zeigte mir an, das ich mich auf einen Felsen setzen sollte und saß sich dann mir gegenüber. Er schaute mich sehr lange an. Bevor ich was sagen konnte, zeigte mir sein Blick, dass ich besser den Mund halten sollte. So saßen wir da dreißig Minuten, ohne ein Wort zu sagen. Gerade wollte ich aufstehen und meckern, da hörte ich auch schon eine metallene Stimme hinter mir „Ich bin schon da! Sorry, ich wurde aufgehalten!“ Ich drehte mich um und wäre fast wieder ins Wasser gefallen. Vor mir schwebte ein blaues leuchtendes Etwas. „Ich bin kein ETWAS du Idiot!“ meckerte es mich an. Mist! Es kann Gedanken lesen, was ein Zufall!
„Todd, ist das dein ernst? Mit dem soll ich zusammen arbeiten? Der sieht aus wie ein verlauster Hippie!“ Es flog näher an mich ran. Es sah wie eine Gaswolke aus die blau leuchtete. „Roger, es ist gut.“ sagte mein schattiger Freund ruhig. Ich starrte zwischen beide hin und her. „Roger? Der Roger??“ – „Ja sicher, Idiot!“ – „Du bist aber nicht der Roger, der letztens einen jungen vom Leuchtturm hat springen lassen?“ – „Schuldig.“

Ich stand wie verwirrt da. Roger hat jahrelang im Kopf eines jungen Mannes gelebt, die letzten Monate in einer Psychiatrie. Der Körper hat ihn nicht vertragen und ist ausgetickt. Das hatte mir der Gevatter erst bei unserem letzten Plausch erzählt. Ich ahnte was passieren sollte.

„Kannst du knicken, Gevatter oder Todd oder wie auch immer deine doch so süßen Kosenamen sind. Ich werde meinen körper beziehungsweise meinen Kopf nicht mit so einen Charmebolzen teilen!“ – „Jetzt entspann dich mal, Kleiner!“ nörgelte das blaue Gas neben mir. „Woods, du musst es tun. Roger braucht einen Körper der stark genug ist und ihn transportieren kann. Du bist praktisch nur ein Taxi.“ – „Super. Bin ich Inder oder was?“ – „Jetzt beruhige dich mal. Roger muss einen Auftrag für mich erfüllen und du wirst ihm helfen. Anschließend bekommst du deine Seele wieder!“
Ich schüttelte wild den Kopf. Alles in mir streikte diesen Dämon in mir wohnen zu lassen, selbst für meine Seele.

„Er ist schuld das der Junge seine Mutter tötete und anschließend vom Leuchtturm sprang!“
„Sein Name war Patrick und seine Mutter war besessen. Wir mussten Sie zurückschicken. Und das Pat sprang war nicht geplant. Er sollte mir helfen, aber er war nicht stark genug.“ das Gas hörte sich fast emotional an.

Ich setzte mich auf den Boden und dachte nach. Das Gas drehte seine Kreise um mich und der Schatten saß und besah sich seiner viel zu langen Fingernägel.

„Okay. Was müssen wir tun?“

Mir war schwer langweilig.

Fortsetzung folgt…


Monerl – Du hast mich inspiriert Roger weiter zu spinnen. Ich hoffe du bist zufrieden! 🙂

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,

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3 Kommentare zu „Roger. Part 2 // #schreibübung

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